
Foto: SHS Trio
Jazz im Rindblog heißt für mich als Schreiberling, dass dies garantiert das Bloggenre im Rindblog sein wird, der die wenigsten Kommentierungen nach sich zieht.
Warum ich zu der Einschätzung komme? Weil dies auf empirische Daten gegründet ist – die anderen Einträge wurden schon kommentiert. Beim Jazz steht die Null. Gestern hat das SHS – Trio im Jazzcafé gespielt. Und jetzt kommt die Doppelnull ins Spiel. Denn ich hab mich mal in anderen Blogs umgesehen und, siehe da, im: http://jazznetz.de/blog/?p=48 Blog wird über ein Konzert vom SHS Trio geschrieben. Und, wen wunderts` – ohne Kommentare.
Werde ich in der milliardenfach vernetzten Welt ein Eigenleben führen? Heißt Jazz in den heutigen Tagen virtuelle Einsamkeit? Oder werden jetzt alle aktiven und passiven Bloger auf mich aufmerksam? Heißt Aufmerksamkeit in diesem Sinne, dass ich nächsten Sonntag noch mehr Stühle stellen muss, damit alle, die durch den neuen Rindblog auf das Jazzcafé aufmerksam wurden, einen Platz finden? Vielleicht bewegen sich die Blogspanner von heute auch nicht mehr vom Rechner weg. Vielleicht lesen es Millionen, die aber gar nicht daran interessiert sind, mal ins Jazzcafé zu gehen. Einfach nur die Geschichten von den Aktiven der Gesellschaft konsumieren. Den Alltag der anderen mitverfolgen um selbst was zu erleben. Oder auch nicht erleben. Eher zu erlesen. In das Reich des erlebens gelangt man ja erst außerhalb der Virtualität. Auch das soll es geben. Darum werde ich dem gewöhnlichen Rindjazzblogspanner – von dem ich sicher weiß, dass er Millionenfach existiert – das wiederum ist gestützt auf Daten – nicht erzählen wie es gestern war. Aber den 70 real existierenden Erlebnisjazzern, die gestern da waren und wieder supergespannt gelauscht haben, denen danke ich fürs Kommen. Die Saison nimmt Fahrt auf. Und sie ist noch lange nicht beendet. Kommentare schreiben? Schau mer mal.
Geschrieben von
Christian |
Alle Beiträge von Christian | Kategorie:
Jazz, Konzerte, Rückblick, Stories
1 Kommentar zu “Jazz im Block”
Hallo Christian,
70 Erlebnisjazzer! Immerhin gut fünf mal mehr als den Weg in den Heidelberger Jazzhaus-Keller fanden…
Wegen kläglicher Kommentarzahlen lohnt sich nicht zu lamentieren. Wenn 70 Menschen ins SHS-Trio-Konzert pilgerten, dann werden einige davon auch im Blog stöbern – zum Schreiben ist es dann schon wieder ein großer Schritt. Man sollte sich über jeden freuen und sich ansonsten am eigenen Tun erfreuen ;-)
Immerhin bin ich mal wieder über die Rind Website gestolpert, die ich vor längerer Zeit das letzte mal sah, damals noch ohne Blog.
Gruß
Frank
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