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1. März 2007
    JazzGang Crusaders

Die laufende Saison des Jazzcafés im „das Rind“ lässt für das begeisterte Publikum keine Wünsche mehr offen. Zum Jubiläumsjahr – die „Jazzfabrik“ wird 10, „das Rind“ wird 15 – hat unser Jazz-Verantwortlicher Christian Vogt ein äußerst beachtliches Programm zusammengestellt. Hier ein Interview mit dem guten Herrn Vogt.

Das aktuelle Jazz Programm findet man hier

Herr Vogt, was unterscheidet das Jubiläumsjahr von den Vorgängerprogrammen?

Das Programm ist das Ergebnis einer langjährigen Entwicklung und als solches kaum von den Vorjahren zu unterscheiden. Wichtigstes Merkmal der Saison Februar bis Mai ist allerdings, dass erstmals keine Amateurbands mehr gebucht wurden.

Haben die Studenten fertig studiert?

Das ist richtig. Beispielsweise der Trompeter Heiko Hubmann. Er ist noch im Kultursommer mit seiner Examensband aufgetreten. Jetzt kommt er als frisch Diplomierter. Erfreulich ist, dass neben den ehemaligen Studenten auch deren Dozenten zu sehen und zu hören sind. Etwa Heinz Dieter Sauerborn, der derzeitige Leadaltist der HR Bigband. Er hat viel mit der IKS Big Band gearbeitet. Oder Thomas Ludwig, der Drummer von den Jazz Pistols. Er ist Dozent an der Mannheimer Popakademie. Jens Huhnstein von den Hot Four betreut musikalisch die IKS Swing Kids. Saxofonist Martin S. Schmitt unterrichtet an der Justus-Liebig-Universität in Gießen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die IKS Big Band war schon immer ein Musikerpool, aus dem sich das Jazzcafé bedient hat. Wer ist in dieser Saison zu sehen?

Der Leiter selbst. Horst Außenhof nebst Joachim Lösch. Mit der Hot Four Creole Jazzband. Sie bilden den Auftakt. Damit ist auch der traditionelle Bereich des Jazzcafé abgedeckt. Am Faschings Sonntag spielt Oliver Leicht, der lange in der IKS Big Band wirkte, bevor er seine Karriere begann. Heute spielt er bei Herbolzheimer und hauptsächlich in der HR Big Band. Er kommt zusammen mit Hanno Busch, der in der Band von Stefan Raab spielt und mit dem Popsänger Sascha auf Tour ist. Nicht zu vergessen Matthias Vogt. Er bestreitet das „Jazzcafé-Spezial“ als Saisonabschluss und sorgt mit seinem Ambient und Chillout Projekt für den musikalischen Bogen des Jazzcafés, das von Creole bis Nu-Jazz reicht.

Das kommt mir alles vor wie eine große Familie.

Allerdings. Man kennt sich untereinander. Nicht nur durch die IKS Big Band. Vogt, Leicht und Busch spielen gemeinsam bei re:jazz. Steffen Stütz und Udo Salomon von Quinsch haben zusammen mit Matthias Vogt und Jens Hunstein an der Frankfurter Musikwerkstatt studiert. Das ist im Rind dann tatsächlich so etwas wie ein Familientreffen, weil sich hier auch gegenseitig besucht wird.

In den letzten Jahren spielten Bands, die vornehmlich aus der Region kamen. Jetzt liest man Hamburg oder Amsterdam als Wohnorte der Bands. Setzt auch hier ein Wandel ein?

Diese Entwicklung freut mich sehr. Es ist uns gelungen, mit dem Massoud Godemann Trio eine sehr ambitionierte Band aus Hamburg nach Rüsselsheim zu holen. Der Ruf des Jazzcafés macht außerhalb der Stadtgrenzen eben nicht halt. Das Andy Arnold kommt aus Amsterdam. Er ist ein Spitzengitarrist und bringt eine Brise Drum`Bass mit. Auch Ro Gebhardt, Susan Weinert und die Jazz Pistols haben eine längere Anreise.

Ist denn der Eintritt auch weiterhin frei?

Der Eintritt uneingeschränkt ja. Die Austrittskasse bietet den Zuschauern allerdings die Gelegenheit, den Musikern eine selbstbestimmte Spende zu hinterlassen. Da die Konzerte gut besucht sind, wird daran auch in der kommenden Saison nichts verändert.

Die Jazzfabrik wird 10, das Rind 15. Zum Geburtstag darf man sich was wünschen…

Wir arbeiten in der Jazzfabrik sehr gut zusammen. Das soll schon mal so bleiben. Der Jazz ist ein wichtiger Eckpfeiler in der kulturellen Ausrichtung der Stadt. 10 Jahre Jazzfabrik sind hierfür der Beweis. Ich wünsche mir, dass auch der musikalische Nachwuchs in Rüsselsheim entsprechend gefördert wird. Wer auch in die Fußstapfen eines Oliver Leicht oder Matthias Vogt treten will, der sollte hier die besten Bedingungen vorfinden. Für das Jazzcafé und das Rind wünsche ich mir, dass viele Leute kommen und wir auch viele neue Gäste begrüßen können. Denn die Atmosphäre bei den Konzerten ist so toll, da steht einem entspannten Sonntagabend nichts mehr im Weg.

Herr Vogt, vielen Dank für das Gespräch und ich schlage vor, wir sehen uns im Jazzcafé.

Geschrieben von Flo | Alle Beiträge von Flo | Kategorie: Allgemein, Jazz


1 Kommentar zu “It´s all about Jazz”


muss sagen wirklich interessante ansichten! aber mir gefällt es wenn ich es so sagen darf *fg* lg jenny

Party Hamburg | 24. Mai 2008 | 17:23 Uhr


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